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Pressestimmen zu “Nicht ohne meinen Partner”
Rundschau am 17.07.2002
Spritzige Chansons, frivole Schlager, witzige Beziehungsszenen – ist das ein vergnüglicher Abend im Atrium des Hotels Fürstenhof mit der Troendle und dem Callenbach. Beide
gründeten bekanntlich das Krystallpalast Varieté, bringen sich mit ihren Musiktheaterproduktionen immer wieder erfolgreich ins Gespräch. Jahre getrennt, bereiten sie ihrem Publikum jetzt wieder gemeinsam
vergnügliche Stunden.
Leipziger Volkszeitung am 05.07.2002
Alle komisch und im Stess – Paare, Pudel, Pensionäre Katrin Troendle und Bert Callenbach bei Ihrer spritzigen musikalischen-szenischen Typen-Parade.
Katrin Troendle und Bert Callenbach, Leipzigs Varieté-Gründer, sind wieder da. "Nicht ohne meinen Partner" hat in bewusster Mehrdeutigkeit wohl auch eine
beruflich-persönliche Komponente. Leitmotiv des Programms sind Paare mit Partnerstress. Beziehungskisten skurriler Typen also, musikalisch-szenisch auf dem Podium mit Hilfe von Pianist Helge Nitzschke
ausgefochten. Alle Texte, alle Songs sind, wenn nicht überhaupt neu, erstmals im Repertoire des Duos. Bis auf Callenbachs kultige „Macho“-Nummer: 10 Regeln, eine Blondine zu verführen. Mit Perücke und
straffen Mieder gibt Troendle das Demonstrations-Objekt und ähnelt dabei verblüffend der sattsam bekannten Dolly Buster. Im Gesicht und im Gehabe jedenfalls. Mithin: Obwohl mit Nuancen zwischen
melancholisch und schräg jongliert wird, behauptet sich der Witz im Programm. In kabarettistischen Chansons, angeschrägten Schlagern oder parodierter Volksmusik (wunderbar: „Mein kleiner Pudel“ in der
Art russischer Baladen). Fürs Belcanto oder bei aggressiven Sprechgesängen ist Helge Nitzschke versierter, mitfühlender Begleiter. Auch neu im Programm: sehr viele „Schauspielereien“, Szenen, bei denen
das Duo Paare oder die besseren Hälften mit verblüffender vielseitiger Komik gestaltet. Selbst Rentner („Die Brille“) wackeln da berührend-komisch über die Bühne. Gut geführt von Keindorf, der die
skurril-poetischen Texte von Friedhelm Kändler in gebremsten Tempo sehr akzentuiert spielen lässt: Fast jeder Satz eine Pointe, ein halber Aphorismus.
BLITZ am 15.07.2002
Troendle/Callenbach tot?
Nein! Mitnichten. Sie leben fröhlich unter uns, aber sie spielen ihre tragische Variante mal durch (die dann so tragisch nicht ist). Jetzt geben sie sommertheaters sozusagen
ihr Solo zu zweit und beweisen kabarettistisches Können, gesangliche Qualitäten und Humor. Wir erleben die beiden bieder und frivol, lüstern und blind, mit Brille und als Supergirl, im Fieber und beim
Psychologen ... der bizarren Situationen werden viele geboten. Nun ja, dieses Programm ist keineswegs das Absingen von Nummern in Reihenfolge. Es ist ein kurzweiliger Trip durch die Tiefen und
Oberflächlichkeiten partnerschaftlichen Zusammenlebens. Da sind die Sachsendiva Katrin Troendle und Bert Callenbach im Element. Wie auch Helge Nitzschke am Piano. Na dann, Sommertheater im Fürstenhof
lohnt. Auch rein menschlich.
Sachsen Sonntag am 07.07.2002
Endlich wieder zweisam statt einsam auf Solopfaden unterwegs. Schocktherapie für all die, die lauthalses Lachgebrülle und Schenkelklopfen erwartet haben. Komik und Witz ja,
aber auf hohem Niveau. Das Programm fasziniert vor allem durch großen Sprachwitz und exzellente Texte.
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