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ROSENHOCHZEIT
Die Jubiläumsshow im Krystallpalast Varieté
vom  29.08.2007  bis 25.11.2007

mit Sachsendiva KATRIN TROENDLE und Entertainer BERT CALLENBACH

Troendle / Callenbach damalsAls am 17. November 1997 das Krystallpalast Varieté eröffnete, feierte das glamouröse Leipziger Nachtleben seine Renaissance. Internationale Spitzenartistik in zeitgemäßer Ästhetik, präsentiert von den Varietébegründern Katrin Troendle und Bert Callenbach.

„Etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues und etwas Geborgtes" - dies all braucht die Braut zur Hochzeit. Doch was erwartet einen zum 10 jährigen Jubiläum, zur sogenannten Rosenhochzeit?
Das Krystallpalast Varieté feiert 10 jähriges Bestehen und präsentiert zu diesem Anlass nicht nur die Varietégründer Katrin Troendle & Bert Callenbach, sondern auch jede Menge Artisten aus aller Welt, welche die Bühne in der Magazingasse für drei Monate mit Leben füllen.
Und für alle soll es rote Rosen regnen. Eine Liebeserklärung der Künstler an das Haus und vom Haus an die Künstler und von allem gemeinsam ein großes Dankeschön ans geschätzte Publikum! 10 Jahre Varieté - das bedeutet nicht nur 10 Jahre internationale Artistik und Entertainment, sondern auch 10 Jahre treue Zuschauer, die sich Abend für Abend von Kunst und Können der Artisten verzaubern lassen. Deswegen laden wir Sie herzlich ein, dabei zu sein, bei der Rosenhochzeit im Varieté.

Katrin Troendle & Bert Callenbach - Conferénce & Gesang
Claudius Specht - Tempojonglage
Dany Lorador & Edina - Rola Rola, Tanzcomedy
Kriskats - Vertikalseil, Trapez, Hula-Hoop
Sebastian Nicolas - Magie
Yourie Basiul - Equilibristik
Helge Nitzschke - Piano

Varieté Online 14. September 2007
http://www.variete-online.de

Ein Bund fürs Leben
Zehn Jahre sind eine beachtliche Zeit für eine Beziehung. Wie hält man es bloß so lange miteinander aus? Mit Paartherapie, so lautet zumindest die augenzwinkernde Antwort des Entertainer-Traumpaares Katrin Troendle und Bert Callenbach in „Rosenhochzeit“, der Show mit der das Leipziger Krystallpalast Varieté in sein zehnjähriges Jubiläum am 17. November hineinfeiert. Die Leidenschaft des Publikums, die nach all den Jahren noch immer für den Krystallpalast lodert, lässt sich damit aber nicht erklären. Es muss wohl echte Liebe sein.
Die Jubiläumsshow macht einem das Lieben leicht, denn in diesem Programm wird geklotzt statt gekleckert: Eine artistische Überraschung nach der anderen wird aus der überdimensionalen Hochzeitstorte gezaubert und die beiden Leipziger Kleinkunst-Ikonen bauen mit bissigen Chansons, zuckersüßen Evergreens und komischen Szenen den perfekten Rahmen. Virtuos begleitet werden sie dabei vom „88-Tasten-Orchester“ Helge Nitzschke. Für den Krystallpalast, der in den vergangenen Jahren vor allem auf Konzept-Shows setzte, ist diese Show die Rückkehr zur klassischen Nummern-Revue und damit eine erfrischende Abwechslung. Für Troendle/Callenbach ist es die vom Publikum lang ersehnte gemeinsame Rückkehr auf die Bühne des Hauses, welches Sie vor zehn Jahren gründeten und bis ins Jahr 2000 künstlerisch leiteten. Als eingespieltes Show-Team werfen sich die beiden gekonnt die Bälle zu und erinnern dabei tatsächlich an ein Ehepaar, das gegenseitig die Sätze des anderen beendet. Allerdings eines mit viel Mut zur Selbstparodie. Zum Beispiel, wenn sie als singende und springende Kakteen über die Bühne tanzen. Die Kostüme von Gaby Frauendorf geben den dargestellten Figuren den richtigen Schliff und sind dabei der Zuckerguss auf der Hochzeitstorte.
Die beiden Entertainer brillieren jedoch nicht nur gemeinsam, sondern auch in Solo-Nummern. Bert Callenbach gibt eine geniale Interpretation der keifenden Ehefrau, die Ihren Mann in eine Rossini-Oper schleppt, um ihm während der Ouvertüre wortgewaltig die Leviten zu lesen. Katrin Troendle persifliert sich als hysterische Chansonnette im von Thomas Pigor getexteten Chanson „Hauptbahnhof von Paris“ kurzerhand selbst und spielt als sächselnde Baggerführerin ihre komödiantische Stärke aus. Regisseur Björn Bugiel setzt den temporeichen Wechsel zwischen Rosenkrieg und Traumhochzeit charmant und mit viel Blick für Details in Szene. Es gelingt ihm selbst bei den kleinen Ehestreitigkeiten auf der Bühne die Stimmung niemals kippen zu lassen, sondern immer leicht und beschwingt zu halten.  Die artistischen Darbietungen bindet er liebevoll mit ein.
Gleich zu Beginn des Abends legt Babsita eine Hula-Hoop-Darbietung hin, die sich gewaschen hat: Nur in Handtücher gehüllt, kommt die Künstlerin aus der Garderobe auf die Bühne gestolpert und wechselt in Ihr Bühnen-Outfit, während sie in einer bemerkenswerten Mischung aus Grazie und Slapstick die Reifen um sich kreisen lässt. Babsitas Partnerin hüllt sich erst effektvoll in ein Vertikaltuch und bezaubert dann im zweiten Teil der Show mit Ihr gemeinsam als Kriskats am Trapez das Publikum. Das „Picknick im Paradies“ beginnt als lässige Spielerei auf dem Kunstrasen und endet mit einer handfesten Balgerei in luftigen Höhen. Das Luftakrobatik-Duo aus Berlin versteht es feine Komik mit artistischer Präzision zu paaren. Gekonnte Körperbeherrschung zeigt auch Yourie Basiul aus Moldavien. Seine Handstandakrobatik wirkt für den Zuschauer wie eine einzige nicht endende Bewegung. Ein kraftvoll fließender Balanceakt, beinahe ohne abzusetzen.
Der Portugiese Dany Daniel feiert mit seiner Rola-Rola-Darbietung ein Heimspiel. Die Leipziger, die ihn schon aus Shows wie „Tango-Tango“ und „Blondinen bevorzugt“ kennen, lassen sich erneut von seinem rasanten Balanceakt genauso hinreisen wie vom Flirt über die Bühnenkante hinweg.
Gemeinsam mit Partnerin Edina zeigt er sich in dieser Show zudem von seiner komischen Seite und nimmt als unkoordiniert tänzelnder Prince Charming nicht nur seine Ballerina sondern gleich das ganze Ballettgenre auf den Arm.
Mit verschmitztem Lächeln und verblüffender Schnelligkeit wickelt der Magier Sebastian Nicolas sein Publikum um die geschickten Finger. Der 22jährige wurde im vergangenen Jahr im Rahmen der zehnten Newcomershow im Krystallpalast entdeckt und lässt aus dem Nichts Spielkarten, Bälle oder Uhren erscheinen. Sein vorgelegtes Tempo wird in der Show nur noch von Jongleur Claudius Specht übertroffen. Der Schweizer lässt im artistischen Finale Keulen so rasant kreisen bis man gar keine Keulen mehr sieht und wirbelt mit atemberaubender Schnelligkeit zehn Bechern gleichzeitig umher. Assistiert wird ihm dabei von einer Art automatischem Servierwagen, dessen Steuerungsprogramm der Jongleur selbst entwickelt und gebaut hat. Beeindruckend, wenn technisches Know How und künstlerischen Talent eine solch glückliche Ehe eingehen.
Das Schlussbild des Abends ist ein bewegtes Hochzeitsfoto von einer Torte auf der alle Darsteller des Abends wie Marzipanverzierungen drapiert sind.
Wenn es dann auch noch rote Rosen regnet und das Publikum ganz gerührt einen kollektiven Seufzer ausstößt, spürt man es: Die Liebe zwischen den Leipzigern und ihrem Kyrstallpalast Varieté ist ein Bund fürs Leben.   14.09.2007 Anja Busse