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powerd by Frosch Café

Das neue Stück um Warenrückräumer, Wurst und die Ware Liebe
Die Verkäuferinnen
Es spielen, singen, tanzen und verkaufen für Sie:
Katrin Troendle, Carolin Fischer und Susanne Grütz

Darf es ein wenig mehr sein?am Piano: Helge Nitzschke
Regie & Skript: Rudolf K. Wernicke

Arrangements & Kompositionen u.a.:
Uli Schrödter, Ekky Meister, Jörg Leistner,
Christoph Wiatre, Helge Nitzschke
Choreografie: Mareike Eisermann

Texte: u.a.
Rudolf K. Wernicke, Katrin Troendle,
Susanne Grütz und Carolin Fischer

“Kann ich Ihnen helfen?” Ein unvorsichtiger Schritt ins Einkaufsparadies und schon steht sie hinter Ihnen: Die Verkäuferin. Eine geschundene Seele zwischen Kaufrausch, Regalen und Mehrwertsteuererhöhung. Was spielt sich wirklich ab hinter der Dekowand im Kaufhaus? Was macht der Detektiv in seiner Freizeit und können Rentner zwischen den Regalen wohnen? Brauchen Schnäppchenjäger einen Waffenschein? Sind Kaufblockaden heilbar?

Nach diesem Abend wissen Sie garantiert, auf welcher Seite der Ladentheke Sie stehen wollen.
Mit Rhythmus, Satzgesang und klingender Kasse bitten wir um Ihre Gunst.

© Leipziger Volkszeitung vom 04. Februar 2006
Shoppen nach Noten
Verkäuferinnen“ - amüsantes Musiktheater im Frosch Café

Was eigentlich ist eine Waren-Rückräumerin? Was bedeutet „shoppen“ für die, die wissen, wie es hinter der Theke aussieht? Was macht eine Verkäuferin zur Verkäuferin? Ist es Liebe zum Produkt oder Hinwendung zum Menschen? Diese und weitere Fragen beantwortet mit viel Hintersinn die musikalische Revue „Verkäuferinnen“, die am Donnerstag im Frosch-Café Premiere hatte.

Darf es ein wenig mehr sein?Katrin Troendle, Carolin Fischer und Susanne Grütz, die schon als „Femmes totales“ überzeugten, reden und singen höchst vergnüglich die Licht- und Schattenseiten der Konsumgesellschaft ins Zuschauer-Bewusstsein: Was treibt sich nicht alles zwischen Rudis Rest-Rampe, dem Springbrunnen im Paunsdorf-Center und dem Untergeschoss von Galeria Kaufhof herum! Beim Einkaufsbummel kann man skurrilen Gestalten auf die Finger schauen: Verkäuferinnen, die selbst zu Kunden werden. Oder dem Kaufhausdetektiv Roger, der die Denunzianten-Hotline nicht nur dazu nutzt, Pluspunkte für seine Karriere zu sammeln.

Auch das nimmermüde Maskottchen, das zwischen den Hauptbahnhof-Arkaden und anderen Shopping-Paradiesen pendelt, öffnet sein Herz. Das Publikum darf einem Interview beiwohnen, in dem eine Unterwäscheverkäuferin Auskunft gibt über ihre Mühe mit zickigen Kundinnen. Und werden Zeugen, wie die unglückliche Frau Mark - einst robuste und erfolgreiche Schnäppchenjägerin, nun ein einkaufsunfähiges Wrack mit bodenloser Angst vor Geld und Geschäften - durch Konfrontationstherapie von ihrer Konsum-Phobie geheilt wird. Nun kann sie, vom bösen Bann erlöst, endlich wieder mit Rabatten, Kundenkarten und Sonderangeboten jonglieren. Zwei fröhliche Stunden, von Helge Nitzschke schwungvoll auf dem Klavier begleitet.                                                         Juliane Lochner