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”...das kommt nicht wieder!” eine 20er Jahre Revue mit Katrin Troendle & Bert Callenbach
Piano: Jens Baermann Violine: Matthias Zeller
Mit dem eleganten und schwarzen Humor der 20er Jahre lassen sich so manche Geschichten erzählen, die
bestens in unsere Zeit passen.
Zur kleinen Fotoauswahl...
In ihrer unverwechselbaren Art und Weise nehmen Katrin Troendle und Bert Callenbach ihre Gäste mit, auf eine Zeitreise: dahin, wo die Nächte so
schwarz wie die Fräcke und so lang wie die Zigarettenspitzen waren, wo die Blässe, die vom Hunger herrührte, als vornehm galt und in der man tanzte, als ginge es um das eigene Leben.
Namen wie Hollaender, Raymond, Tucholsky und Kollo stehen für eine Kunst, die eine Menge Lebensart verlangt und vermittelt.
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© Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag, 3. Juli 2003
Charme, Witz, unbändige Spiellust - und die Seelen des Publikums beginnen zu fliegen
Dort ist die Zeit 80 Jahre zurückgedreht. Dort wuseln ein
Stubenmädchen mit Häubchen und Spitzenschürze und ein Liftboy in feiner Livree herum. Er hat einen Traum - "Die reizenden Damenschuhe von Zimmer 20". Sie ist ratlos - "Ich weiß nicht, zu
wem ich gehöre ..." Den Hit hat Friedrich Hollaender geschrieben. Katrin Troendle und Bert Callenbach tauchen mit Lust und unbändiger Spielfreude in die 20er Jahre ein. Vor einem Dutzend
Jahren hatten sie mit einem solchen Programm ("C'est la vie") in Leipzig ihre Karriere begonnen. Das Neue heißt " ... das kommt nicht wieder!", ist wie aus einem
Guss und wird fast nur von Musik getragen. Kaum Sprechtext, die Geschichten über Menschen in einem Hotel à la Fürstenhof jener Jahre werden spielerisch glänzend einfach über Songs und Chansons
erzählt. Mit vielen witzigen Details, brillant gesungen, schräg vertanzt, mimisch aufbereitet und in permanent wechselnden Kostümen (von elegant bis schrill) schwelgend. Die Revue hat Atmosphäre
und Tempo, verzahnt die Bilder (Regie: Willi Keindorf) nahtlos - Soli, Duette, Medleys, eine umwerfende "Modenschau", Flirt- oder Barszenen, eine Wodka-Orgie oder die artistische
Magienummer der "zersägten Jungfrau" ... Skurrile Typen entstehen und verschwinden wie von Geisterhand, und in dieser stimmigen Atmosphäre entfalten sich Glamour, Eleganz und schwarzer
Humor wie eine Wunderblume. Natürlich stehen Troendle und Callenbach als Duo im Vordergrund, aber die Dichte des Programms trägt die Handschrift eines Quartetts: Jens Baermann mit seinem
perlenden oder jazzig treibenden Piano und Matthias Zeller mit seiner schluchzenden oder jubilierenden Tangogeige. Beide nicht nur perfekte Begleiter, sondern Stimmungs- maler mit ihren
instrumentalen Intermezzi, als Sänger im "Backgroundchor", gediegene Ansager oder stumm- pantomimische Mitspieler.
Kein Zweifel, in den Hits von Hollaender, Kollo und Co. ist die Amüsierwut der "Goldenen" 20er nicht einfach reflektiert, sondern schon ironisch gebrochen. Aber gehoben haben den Schatz
Troendle/Callenbach, und so brillant war das Duo dabei noch nie: Zwei Stunden, in denen ihr Charme und Witz die Seelen des Publikums zum Fliegen bringt. belo
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