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Viva la SACHSENdiva das Comeback - Programm
Lust das Solo mitten durchs Lustzentrum
Zehn Frauen möcht´ ich sein der Klassiker
So ein Mann aus Schokolade
(Die Sachsendiva packt aus) Weihnachtsprogramm
Heute Abend: LOLA BLAU Musik und Texte von Georg Kreisler
Alte Programme:
FreiKörperKultur die Sommershow
Tabuzonen die Eröffnungsrevue vom Palmengarten
Scheidungsrevue nicht ohne meinen Partner
Verkäuferinnen zusammen mit Carolin Fischer & Susanne Grütz
Femme Totale zusammen mit Carolin Fischer & Susanne Grütz
...das kommt nicht wieder! 20er Jahre Revue mit Bert Callenbach
Nicht ohne meinen Partner
Chansontheater mit Bert Callenbach
Sündenfälle Varietéprogramm mit Conférencen und Gesang
Herzattacke Varietéprogramm mit Conférencen und Gesang
Die 20er Jahre Alte Programme von Troendle / Callenbach
Haben Sie Fragen zu den Shows? Möchten Sie den nächsten Auftrittstermin wissen? Vielleicht ein Programmplakat bestellen? Planen
Sie eine Gala, ein Fest oder eine Kulturveranstaltung? Technik, Preise, Termine? Weitere Programme von Katrin Troendle? Was auch immer Sie wissen möchten, wir antworten Ihnen umgehend. mail@sachsendiva.de
© Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag, 1. Dezember 2005
Mit Kultur gegen die EU-Krise
Europa ist krank. Und die abstrakt-politische Diagnose lautet: Akute Verfassungs- und
Finanzkrise. Doch daneben gibt es noch ein psychologisches Urteil. Es geht tiefer und bedingt die politische Dimension: Die Staatengemeinschaft befindet sich seit Jahren in einer schweren
Identitätskrise. Sie weiß nicht, wer sie ist. Und solange das so ist, überwindet sie auch ihre politischen Probleme nicht.
Europa muss deshalb die Menschen für sich gewinnen, indem es ihnen seine Vielfalt zeigt. Dazu
gehört die europäische Kultur. "Sie ist in jedem Fall ein gutes Verbindungsmittel", sagt Ulrich Beyer, Leiter des Sachsen-Verbindungsbüros in Brüssel. Im Auftrag der Staatskanzlei bringt
Beyer mit seinem 15-köpfigen Team den Freistaat in die europäische Hauptstadt.
Zusammen mit der Leipziger Europa-Abgeordneten Gisela Kallenbach (Bündnis 90/Grünen), dem Brüsseler Büro der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) sowie den Sponsoren
BMW und Verbundnetz Gas AG holte er jüngst die Chansonette und Kabarettistin Katrin Troendle von der Messestadt in die europäische Metropole.
Troendle gastierte an zwei Abenden im Brüsseler Goethe-Institut mit ihrem Varieté-Programm
"Zehn Frauen möcht' ich sein" und dem Kreisler-Musical "Heute Abend: Lola Blau". Und die stimmgewaltige "Sachsendiva" sowie ihr kongenialer Partner am Klavier, Helge Nitschke,
demonstrierten ihrem internationalen Publikum, dass Europas Vielfalt - vorgeführt am Beispiel Sachsen - enorm viel Spaß machen kann.
Singend und plaudernd nahm Troendle in "Zehn Frauen" die Zuschauer im Goethe-Institut mit
auf einen Streifzug durch die Frauenwelt - mal als verruchter Vamp im "Liebesfieboa", als ordinäres Pretty-in-Pink, oder als verhuschte Hausfrau, die von der großen weiten Welt träumt.
Troendle überzeugte in jeder Frauenrolle. Und nicht nur das: Der Abend verfolgte noch ein weitergehendes Ziel. "Vielleicht fühlt sich jetzt der eine oder andere animiert, nach Sachsen zu
reisen", sagte die Europa-Abgeordnete Kallenbach. Nur ein solches Denken in Regionen werde Europa voranbringen.
Und nur so hat der Kontinent wohl eine Chance, seine Identitätskrise zu überwinden. Auch die
Verantwortliche für Kulturarbeit im Brüsseler Goethe-Institut, Dieta Sixt, zeigte sich von der sächsischen Initiative beeindruckt: "Die Regionen exportieren ihre Schätze, präsentieren sich
über die Künste, um bekannter zu werden - wunderbar."
Troendles zweites Gastspiel am Abend darauf verdeutlichte noch etwas anderes: Auch Europas
Vergangenheit spielt bei der Identitätsfindung eine zentrale Rolle. Das Chanson-Musical "Heute Abend: Lola Blau" von Georg Kreisler erzählt die Geschichte einer jungen jüdischen
Schauspielerin, die 1938 aus Österreich vertrieben wird, sich zunächst in Schweizer Nachtlokalen über Wasser hält, dann in Hollywood Erfolge feiert und 1950 ernüchtert ins
zerstörte Wien zurückkehrt. Kreisler selbst schrieb dazu: "Jeder Mensch muss vor allem versuchen, die Hindernisse, die die Sonne verstellen, für sich und seine Mitmenschen aus dem
Weg zu räumen." Fast klingt dieser Satz wie für das Poesie-Album des heutigen Europa erdacht: Europäer, zeigt euch eure Vielfalt, besinnt euch eurer Vergangenheit - dann gesun-det
euer Kontinent. Sachsen hat hier einen viel versprechenden Start hingelegt. Sebastian Feuß
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